Zum Tag gegen Menschenhandel

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Aktion Mensch: vij weitet Beratung für Flüchtlingsfrauen und Opfer von Menschenhandel aus
In der Fachberatungsstelle FIZ gibt es eine neue Personalstelle zur Beratung von Flüchtlingsfrauen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben. Zielgruppe sind vor allem Frauen aus Westafrika, z.B. aus Nigeria, Kamerun oder Gambia.

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Menschenhändler nutzen häufig die Notlage der Frauen aus, bieten angebliche Hilfe an und vermitteln sie nach Europa, wo sie zur Prostitution gezwungen werden. Zielländer des Menschenhandels sind Italien, Spanien, Frankreich oder auch Deutschland. Viele Frauen, denen die Flucht aus der Ausbeutung gelingt, suchen in Deutschland Schutz und beantragen Asyl. Durch Mittel der Aktion Mensch können die FIZ-Beraterinnen Jessica Schukraft und Claudia Robbe psychosoziale und asylrechtliche Beratung für diese Frauen leisten. Auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in Asylunterkünften werden geschult und beraten. FIZ-Leiterin Doris Köhncke erklärt: „Die Frauen haben im Herkunftsland, auf dem Weg nach Europa und hier kontinuierlich sexuelle Ausbeutung erlebt. Sie schweigen häufig über diese traumatischen Erfahrungen. Es braucht eine sichere Unterbringung, wo die Frauen vor weiteren Übergriffen geschützt sind, und gute asylrechtliche Beratung, damit sie nicht abgeschoben und damit zurück in die Zwangsprostitution geschickt werden.“