Spende

Ihre Spende hilft

Unser diakonischer Auftrag gilt allen Hilfesuchenden am Bahnhof. Unsere Angebote sind unentgeltlich aber nicht umsonst. Um unsere Hilfe anbieten zu können, sind wir auf Ihre Spende angewiesen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Verein für Internationale Jugendarbeit
BW - Bank
IBAN: DE92 6005 0101 0002 7110 05
BIC: SOLADEST600

Stichwort: Bahnhofsmission

Der Verein für internationale Jugendarbeit (vij) in Stuttgart ist wegen Förderung mildtätiger, kirchlicher und als besonders förderungswürdig anerkannter gemeinnütziger Zwecke nach dem Freistellungsbescheid bzw. nach der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid des Finanzamtes Stuttgart-Körperschaften, StNr. 99018/50761 vom 19.04.2016 für den letzten Veranlagungszeitraum nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit.

Liebe Spenderinnen und Spender,

kennen Sie das Gefühl, nicht mehr weiter zu wissen? Wie schön es wäre, wenn gerade in diesem Augenblick jemand für Sie da wäre, Ihnen ein Telefonat abnähme, Ihnen den geeigneten Weg bahnen könnte oder einfach zuhören würde. So jemand, wie die Engel der Bahnhofsmission, die unkompliziert und mit hoher Kompetenz in scheinbar unlösbaren Situationen die richtigen Wege finden?

Gerade in der Adventszeit merken wir, wie wichtig es für die Menschen ist, für eine kleine Weile ein warmes Plätzchen zu haben, ein heißes Getränk zu bekommen, ein freundliches Wort zu hören. Wenige Angestellte und viele Ehrenamtliche sind Tag für Tag auf den Beinen, bei Wind und Wetter, draußen am Bahnsteig oder im kleinen Warteraum an Gleis 1, um dort hinzuschauen, wo andere vorübergehen.

Mehr als alle Statistiken schildern die folgenden Geschichten, warum es gut ist, dass es uns gibt. Und dass es uns gibt, ist Ihr Verdienst. Ohne Ihre Spende gäbe es keine Bahnhofsmission. Und dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen.

Wir halfen einem 14jährigen Jungen, der den Ausstieg am Bahnhof verschlafen hatte. Seine Betreuerin wartete vergeblich, denn sie wollte den Jungen in eine Jugendeinrichtung bringen. Während der Wartezeit auf den nächsten Zug, wofür wir das Ticket kauften, erfuhren wir von seinem Schicksal. Zu Hause nicht erwünscht, in der Pflegefamilie klappte es auch nicht, fünf Umzüge, fünf Mal Schulwechsel, ständig neue Freunde. Er schüttete unvermutet sein Herz aus, wir hörten zu.

Zuhören konnten wir auch dem älteren Herrn, dessen Tochter drogenabhängig ist. Rat- und hilflos muss er zusehen, wie sie immer tiefer ins Milieu gerät. Mit einer Adresse für eine Selbsthilfegruppe für Angehörige ging er ein wenig ruhiger nach Hause.

Wie reagieren, wenn ein junger Vater mit seiner an Krebs erkrankten Frau und zwei Kindern in der Bahnhofsmission steht und um eine Fahrkarte bittet. Der dringende Termin beim Facharzt steht an, doch wenn das Geld nicht ausreicht, um eine Fahrkarte zu kaufen, was dann? Wenn Scham verhindert, sich an eine Beratungsstelle zu wenden? Nach gründlicher Prüfung der Sachlage wurde die Fahrt zum Arzt von uns mit einem einfachen Ticket finanziert.

Oft kommen Drogenabhängige in die Bahnhofsmission. Schlimm ist es, wenn wir dann einen Notarzt holen müssen, weil sie zusammenbrechen. Hier sind die Mitarbeitenden oft selbst tief erschüttert im Angesicht solcher Extremsituationen.

Es gibt auch Anlass zur Freude, wie im folgenden Fall. Eine junge Frau ruft verzweifelt an, sie vermisst ihre 80jährige Mutter. Sie vermutet die Dame auf dem Weg in die Augenklinik und bittet die Mitarbeiterin, nach ihr Ausschau zu halten. Tatsächlich wird sie gefunden und sicher zum Taxi begleitet. Zeitgleich machte sich ihr Enkel auf die Suche und kam in der Bahnhofsmission vorbei. Ein Anruf der Diensthabenden in der Augenklinik genügte und er wusste, wo er seine Oma finden würde.

Ob die Dame, die ihren Mann am Bahnhof verloren hatte, diesen wieder fand, wissen wir nicht. Sie kam aufgeregt in das Büro und bat darum, nach ihm zu suchen. Sie hätten sich am Startbahnhof verloren, und sie müsse jetzt unbedingt zu ihrem Termin in die Klinik. Ein Anruf bei der dortigen Bahnhofsmission war leider erfolglos, er hatte sich nicht gemeldet. Es blieb uns nur, den Bahnsteigservice und das Reisezentrum in Kenntnis zu setzen.

Aber eine Mutter bekam ihren Neunjährigen wohlbehalten zurück. Er war im Zug eingeschlafen und hatte die Haltestelle verpasst. Der Zugbegleiter brachte ihn in die Bahnhofsmission. Seine Mutter wurde benachrichtigt. Zuerst ganz still und schüchtern, wurde er bald lebendiger und unterhielt Mitarbeitende und Gäste der Bahnhofsmission mit Witzen und Geschichten. Die Mutter nahm ihn freudig strahlend in die Arme.

Jeder Tag ist ein aufregendes Abenteuer, dem die Mitarbeitenden mit Herz und Verstand begegnen. Dafür brauchen sie Schulungen und Betreuung durch Supervision, und Wertschätzung und Anerkennung für ihren wichtigen Dienst. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, die notwendigen Maßnahmen zu finanzieren.
Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin. Helfen Sie uns, damit wir da sein können für die, die unsere Hilfe benötigen.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Adventszeit, friedvolle Weihnachten und ein gesundes und erfülltes Jahr 2017. Bleiben Sie uns gewogen.
Mit freundlichen Grüßen, Sylvia Takacs

Wir freuen uns auf einen Besuch von Ihnen. Vielleicht am Tag der Bahnhofsmission am Samstag, 22. April 2017? Herzliche Einladung dazu.